Donnerstag, 4. Januar 2018

Sylvesterfahrt

Die erste größere Ausfahrt

Für den Jahreswechsel ist frische Luft angesagt. Und da passt eine Empfehlung im Schwarzwald wunderbar. Das Hotel mit dem schönen Namen «Grüner Wald» ist schon auf der Homepage einladend.
Also rufen wir an, schon allein der Frage wegen, ob es eine Lademöglichkeit für unseren IONIQ gibt, denn auf ChargeMap war nichts verzeichnet.
Wir bekamen die Bestätigung, daß sowohl ein schönes Zimmer für uns - es war das letzte verfügbare - wie auch eine Steckdose auf dem Parkplatz fürs Auto verfügbar seinen.
So ging es also am 30. Dezember voll geladen los gen Norden. Vor uns lagen 181 km Reiseroute. Bei Temperaturen um 0°, zwei Personen mit Gepäck und einigen Steigungen war eine Zwischenladung ratsam. Schliesslich wollten wir ja auch während der Fahrt nicht frieren, und auf der Autobahn zügig vorankommen.
Wir fuhren von Zürich auf die Autobahn über Winterthur und Schaffhausen zur A81 Richtung Stuttgart.
Nach 131 km erreichten wir die Raststätte Neckarburg Ost bei Dietingen. An Säule zwei stand bereits ein VW E-Golf am Laden. Ich parkte an Säule eins. Da kam der Golf-Fahrer bereits auf uns zu und machte uns darauf aufmerksam, daß der CCS Schnellader an der Eins defekt sei. Er selber hätte aber noch eine Weile. 

Raststätte Neckarburg Ost

So warteten wir bei einem Café, und Rosie spürte - rein zufällig - ein Buch für sich auf, was einen dringenden Blick in die zeitlichen Gefilde öffnen sollte. Wir hatten ja Zeit, und nachdem unser Golfkollege mit Laden fertig war, hing ich den IONIQ an den CCS-Lader, der unseren «Tank» in 28 Minuten wieder füllte.
Der Blick in die Ewigkeit konnte sich nicht auf die Ladedauer beziehen und musste also noch etwas warten.


Es ging weiter auf der A81 bis zur Ausfahrt Sulz. Dann kreuz und quer über die Dörfer, durch verschneite Lande und Wälder. Das Hotel hielt, was es versprochen hatte, der Carport hatte die in Aussicht gestellte Schukosteckdose, die mit dem «JuiceBooster» bestens funktionierte.
Das Zimmer war groß und gemütlich mit viel schönem Holz und wunderbarer Aussicht - erst weiß, dann über Nacht in eine grüne Wiese verwandelt.


Es war Mittagszeit und die kulinarischen Köstlichkeiten empfingen uns bereits in entspannendem Ambiente.
Den Hotelnamen «Grüner Wald» galt es dann auch durch eigenen Augenschein spazierenderweise zu bestätigen. Das Wetter ließ die Wanderlust allerdings nicht so recht in grössere Höhen steigen, sodaß wir bald zur häuslichen Gemütlichkeit zurück fanden.


Vor dem Hotel breitet sich eine weitläufige Wiese aus, auf der ein traditioneller Schäferkarren platziert ist. Innen mit Sitzen, Tisch und Bar ausgestattet, können Gäste im Sommer hier ihr Schäferstündchen abhalten. 


Jetzt war der Schäferkarren abgeschlossen und Karren und Schäfer warten auf wärmere Tage... denn Schäferstündchen im Schafspelz sind nicht ungefährlich. Man weiss nie, ob sich nicht ein Wolf im Pelz verbirgt...


Das Sylvester-Menü sollte die ohnehin schon vielfältigen Raffinessen der Kochkunst noch steigern. Inzwischen hatte man seine Nachbarn zu Tisch näher kennen gelernt und die Stimmung stieg dem Höhepunkt des Jahres - seinem Ende - entgegen.


Punkt Mitternacht gab es ein himmlisches Feuerwerk, welches vom Boden aus durch die obligatorischen Sektgläser betrachtet wurde.


Trotz allen Gläserhaltens war doch noch eine Hand frei für das Selfie vor dem Feuerregen...



So versprühte das alte Jahr seine letzten Funken und aus der Siebzehn wurde die Achtzehn - und was immer sich ändern mag, es ist immer das Heute....

Beim Hineingehen passierte man im Gang eine ganze Galerie berühmter Menschen, die dort in lebensnahen Zeichnungen schön eingerahmt in eben dieses Heute blickten.
Besonders fragend schien mich der Albert anzusehen...

Einstein

...während ich versuchte, seine möglichen Gedanken nachzuempfinden...


Dann wurde es Zeit für die Heimreise. Wieder ging es über die A81. Wir machten einen kurzen Ladehalt auf dem Rastplatz Hegau West. Die Ladesäulen waren beide frei. 28 min. CCS und weiter ging es nach Zürich.
Mit zwei Personen und Gepäck bei Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h lag unser Verbrauch auf dieser Reise bei 15,7 kw/h auf 100 km bei Temperaturen zwischen -1° bis 8° in Zürich.


Die ersten 2'000 km sind überschritten und wir sehen neuen Taten entgegen...

Damit für heute alles Gute und bis neulich...